Der 17. Februar 2009 ist für mich ein ganz besonderes Datum, an diesem Tag haben meine Kinder das erste Mal gemeinsam, ohne Begleitung eines Erwachsenen, im Kinderzimmer gespielt. Der Frieden hat zwar nur vier Minuten gedauert, aber mir kam die Zeit, bis die Einjährige das Ende mit lautem Geschrei eingeläutet hat, viel, viel länger vor. Ich habe nämlich diese 240 Sekunden geschwisterlichen Spiels angespannt in der Küche abgesessen, denn ich ahnte, diese neue Eintracht hat ein Ablaufdatum, ich wusste nur nicht den genauen Zeitpunkt und den Anlass.
Und diese Unwissenheit beunruhigte mich.
Ich gestehe, in meiner Brust wohnen zwei sehr unterschiedliche Seelen, die einer cool-as-Hell Mutter, die ihren Kindern Freiraum lässt und deren Selbstständigkeit fördert und die einer Helikopter-Mum, die unablässig wie ein Hubschrauber um ihre Kinder herumschwirrt und für die alles und jedes zur tödlichen Falle für ihre Kinder werden kann.
Am 17. Februar 2009 hat definitiv die Helicopter Mum gewonnen, aber gestern, ja gestern, da war ich so cool, dass ich sogar mit einer Sonnenbrille in der Nacht spazieren hätte gehen können, ohne peinlich zu wirken. Ich habe meine Kinder alleine spielen lassen, ganze 27 Minuten lang, habe mich nicht vom verzagten Miauen des Katers, einem kurzem Streit und unheimlicher Stille danach aus der Ruhe bringen lassen. Ich bin stolz auf mich und der Autoschlüssel und mein USB-Stick tauchen sicher wieder auf und auch der Kater wird sich bestimmt wieder von dem Schreck, eine rosa Masche um den Hals gebunden zu bekommen, erholen.
Irgendwann einmal.

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